201111 Lockdown II Tag 10
Kein Karneval, keine Martinszüge. So ein 11.11. ist das dieses Jahr. Nicht dass mich eins von beidem die letzten Jahre besonders interessiert hätte, aber auf was Kinder jeden Alters dieses Jahr alles verzichten müssen, bewegt mich immer mehr. Immerhin hat sich unsere Straße auf ein Mätensingen to go verständigt. Ganz artig wurden auch die verschlossenen Haustüren angesungen, ehe die Süßigkeiten genommen wurden. Ich hoffe, sie hatten trotz allem Spaß. Für mich ist das Mätensingen eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen. Dieser kleine Kitzel, an dunkle Türen zu klingeln, die Überraschung, wenn dann jemand ganz anderes als erwartet öffnete. Die Omis, die das Datum vergessen hatten und so abgelaufene Schokolade aus irgendeiner Schublade hervor holten mit der Aufforderung, gerecht zu teilen. Das Highlight waren immer liebevoll gepackte Tütchen mit allerhand Süßigkeiten, leider oft auch einer Mandarine. Manchmal gab es auch ein Ü-Ei. Und am Ende wurde gemeinsam mit den Freundinnen zu Hause die ganze Tüte ausgekippt und fleißig getauscht, probiert und genascht.
Hach! L. wird natürlich gezwungen, mit mir singen zu gehen, auch wenn er nicht will.
Sonst: zwei Stunden den Hexenschuss weg gelaufen. In den Kinderwagen musste T. L. geben, heraus bekam ich ihn dann schon wieder selbst. Rest des Tages Freude am robbenden L. gehabt.
Spaziergang: Erweiterte Waldrunde
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