200920-2 Was es ist...

... was die Pandemie für den einzelnen schwierig bis unerträglich macht, unterscheidet sich sicherlich sehr.

Für mich sind es Situationen wie die heute, die mich glauben lassen, dass ich mich nie wieder auf das Wort von irgendwem, nicht mal von den liebsten verlassen kann.

Kaum ist T.s Quarantäne beendet und unser Gespräch geführt, dass wir auch seine Mutter noch einmal auf die steigenden Zahlen sowie die Verantwortung, die auch sie für L. hat hinweisen, da sie engen Kontakt zu ihm hat (alleine schon schade, dass wir das überhaupt erwähnen müssen), war sie heute zu Besuch. Gestern am Telefon hatte T. das mit ihr abgemacht. Und, nein, natürlich treffe sie keine Leute indoor, nur ins Büro muss sie. Das wissen wir natürlich und das ist eben leider so. Dass die beiden gestern Abend dann aber auch über das Kartoffelbraten letztes Wochenende im Sauerland gesprochen hatten, wo sie bei der Familie ihres Bruders (zwei berufstätige Eltern, zwei Kinder in zwei verschiedenen Berufsschulen, denen ich aus Erfahrung leider jedes Verantwortungsgefühl anspreche) übernachtet hatte, haben die beiden "vergessen" in diese Überlegungen mit einzubeziehen.

Als das dann einfach so erwähnt wurde, während die Oma mit L. kuschelte, hatte ich alle Mühe ruhig zu bleiben. Die halbe Stunde, bis sie sich verabschiedete, dauerte für mich allerdings endlos.

Jetzt: Zoff mit T. und schlechte Stimmung. Und der Wunsch, uns drei einfach wieder einzulocken. 

Ich. Kann. Nicht. Mehr.

Und fühle mich so alleine. 

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