210131 Heute ist etwas passiert

 ...wir haben Menschen gesehen und gesprochen. Andere Menschen als die direkten Nachbarn in der Einfahrt. Andere Menschen als die, die T. im Supermarkt sieht. Andere Menschen als die, denen ich bei meinem täglichen Spaziergang mit L begegne, während diese ihren täglichen Spaziergang mit Hund absolvieren. 

Erst überraschten wir Freunde, die gestern umgezogen sind, und überreichten an der Tür (Abstand + FFP2) Brot und Salz. Das Brot ist seit sieben Tagen in der Mache gewesen - meinen Sauerteig hatte ich nämlich in einem absoluten Tief vor wenigen  Wochen verhungern lassen, und es sogleich bereut. Also neuer Sauerteig, erstes Brot aber mit Hefe unterstützt. 

L. mag Masken nicht - ich trage nur eine, wenn wir zum Kinderarzt gehen, und das scheint er sich gemerkt zu haben. Beim Spaziergang verzichte ich (noch? Mutation und so?) auf Maske, und sonst gehe ich nirgendwohin. Tja. Jedenfalls: hysterisches Kind, wie wir es sonst nur nachts beim Aufwachen kennen.

Beim Weiterfahren zum Treffpunkt mit L.s Oma war bei ihm dann zum Glück alles wieder ok. Überraschend hatte es über Nacht noch einmal geschneit. Wir hatten einen schönen Spaziergang und schafften es wohl einigermaßen, uns darauf zu konzentrieren, dass so etwas derzeit noch geht, statt auf das, was nicht möglich ist.

Der Tag war eine gehörige Abwechslung  - seit dem Spaziergang mit der Familie am 2. Weihnachtstag haben wir absolut niemanden mehr getroffen. Mir macht gerade Sorgen, wie ausgelaugt ich mich nun, nach diesem Vormittag fühle. Was und wann auch immer dieses "nach Corona" ist - das wird vielleicht doch schwieriger, als wir uns das derzeit vorstellen, uns wieder einzufinden.

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